P-47D Razorback 1/48
P-47D Razorback1/48Tamiya
Geschichte
Mit der Republic P-47D „Razorback“ steht ein echtes Schwergewicht des Zweiten Weltkriegs auf dem Basteltisch – im wahrsten Sinne des Wortes. Die „Jug“, wie sie von ihren Piloten liebevoll genannt wurde, war eines der grössten und schwersten einmotorigen Jagdflugzeuge ihrer Zeit. Ursprünglich als Abfangjäger konzipiert, entwickelte sie sich rasch zu einem äusserst vielseitigen Jagdbomber, der sowohl in grosser Höhe als auch im Tiefflug eingesetzt wurde. ()
Angetrieben vom gewaltigen Pratt & Whitney R-2800 Sternmotor brachte es die P-47 auf über 2’000 PS und war bekannt für ihre enorme Robustheit – Treffer, die andere Maschinen zum Absturz gebracht hätten, steckte die Thunderbolt oft erstaunlich gut weg. Kein Wunder also, dass sie sich schnell den Ruf eines „fliegenden Panzers“ erarbeitete. ()
Die hier gebaute „Razorback“-Version gehört zu den frühen Ausführungen der P-47D und ist gut an ihrem charakteristischen „Rücken“ hinter dem Cockpit zu erkennen. Erst spätere Varianten erhielten die markante Bubble-Canopy, die eine deutlich bessere Rundumsicht ermöglichte. ()
Insgesamt wurden über 15’000 Thunderbolts gebaut – eine beeindruckende Zahl, die zeigt, welche Bedeutung dieses Flugzeug für die Alliierten hatte. Im Einsatz reichte das Spektrum vom Begleitschutz für Bomber bis hin zu massiven Bodenangriffen, bei denen die acht .50cal-MGs und eine beachtliche Bomben- und Raketenlast zum Einsatz kamen. ()
Genau diese Mischung aus brachialer Technik, markanter Optik und historischer Bedeutung macht die P-47 für mich zu einem besonders spannenden Modellbauprojekt. Ziel dieses Bauberichts ist es, Schritt für Schritt zu zeigen, wie aus dem Bausatz eine möglichst authentische Darstellung dieses legendären Flugzeugs entsteht – inklusive kleiner Stolpersteine, Improvisationen und hoffentlich auch dem einen oder anderen Aha-Moment.

Eine P-47 wollte ich schon lange einmal bauen aber es scheiterte immer am entsprechenden Farbschema. Zum einem gab es viele tolle Bemalungsvarianten für die P-47 Bubbletop aber nie für eine Razorback und eine Razerback musst es schon immer sein.
Mit der P-47 Stalag Luft III war aber endlich das passende Vorbild gefunden. Die Bemalung forderte mich am Schluss noch ein wenig, dafür ist der Zusammenbau entsprechend einfach gegangen. Mit der P-47 von Tamiya kann man nichts falsch machen.
Der Bausatz
Mit dem Bausatz der P-47 von Tamiya kann man nichts falsch machen. Es ist aus meiner Sicht immer noch der beste Bausatz der P-47 in diesem Massstab und ein richtiger Schüttelbausatz. Bei der P-47 gefällt mir nur die Razorback Version und ich musste lange suchen bis ich auch eine Bemalung gefunden habe die es mir angetan hat. Die Decals stammen von Kittsworld und lassen neben der Version von Lt. Albert Knafelz noch eine weiter Darstellungsvariante zu.
Der Bau
Nach intensiven, fast meditativen Minuten konnte ich endlich alle Decals auf dem Instrumentenpanel platzieren. Jedes einzelne wurde mit dem Punch-and-Die-Set ausgestanzt und sorgfältig an seinen Platz gesetzt. Zugegeben, einige sitzen nicht ganz perfekt – nach so langer Konzentration war meine Geduld einfach am Ende. Vielleicht wären die Alternativen von Eduard tatsächlich ein wenig einfacher zu handhaben.
Ganz anders verhält es sich bei den Gurten von HGW: Sie sind zwar etwas fummelig beim Einfädeln, doch das Ergebnis entschädigt jeden Augenblick der Arbeit. Sobald alles sitzt, verleiht es dem Cockpit sofort einen Hauch von Realität – fast so, als würde man die Maschine gleich besteigen können.
Das Cockpit ist nun fertig und im Rumpf eingebaut. Ein kleiner Feinschliff blieb noch: Die Sitzgurte habe ich mit Pastellkreiden gealtert, um ihnen einen leicht gebrauchten, realistischen Look zu verleihen.
Die Fahrwerksschächte bekamen zuerst einen Grundanstrich in Interior Green, darüber kam XF‑4, um die Details besser herauszuarbeiten und ein wenig Tiefe zu erzeugen. Alles passt wie bereits zuvor erwähnt hervorragend zusammen. Einziger kleiner Makel: am Flügel-Rumpf-Übergang auf der Unterseite ist ein Spalt entstanden – auf den Fotos sieht er dramatischer aus, als er in Wirklichkeit ist.
Der Motor hat seine Grundbemalung erhalten und wird aktuell verkabelt. Die Zündkabel selbst lasse ich unverändert; sie bekommen lediglich einen Schutzüberzug mit Mattlack. So bleibt der Eindruck sauber und dennoch glaubwürdig.
Die Cockpithaube hat ihren Platz gefunden und ist sorgfältig abgeklebt. Dabei kam eine Mischung aus Tamiya-Tape, Parafilm-M und Maskiermittel von Gunze zum Einsatz – eine Kombination, die zuverlässig schützt und präzise Kanten ermöglicht.
Am Fahrwerk habe ich noch die Bremsleitungen ergänzt, und für kleine Tests steht der Flieger nun einmal stolz auf eigenen Beinen. Ein schöner Moment, bei dem man das Modell fast schon „lebendig“ vor sich sieht.
Der Motor ist inzwischen weitgehend fertig. Es fehlt nur noch ein wenig dezente Alterung und eine abschliessende Versiegelung mit Mattlack, bevor er endgültig seinen Platz unter der Haube einnimmt.
Die Bremsleitungen an den Fahrwerken hatten mich ursprünglich nicht zufrieden gestellt, also habe ich sie nochmals neu gemacht. Nach einigen Tests mit zwei unterschiedlichen Drahtstärken und einigen Fehlversuchen kam ich schliesslich zu der Erkenntnis: Es funktioniert auch mit nur einer Stärke. Ein kleines Loch für die Durchführung, ein leicht anderes Biegen des Drahtes – und schon gefällt mir das Ergebnis deutlich besser.
Die P‑47 ist nun bereit für die Lackierung. Die Fahrwerkschächte habe ich dafür mit einem feuchten Papiertaschentuch ausgelegt, und vorne wurde ein Flansch montiert, um den Flieger sicher in meiner Airbrush-Halterung zu befestigen. Bei einer solchen Bemalung ist eine gute Handhabung des Modells entscheidend – nur so lässt sich ein sicherer Halt und ein sauberes Finish gewährleisten.
Die Bemalung
Die P‑47 steht nun bereit für ihre erste Farbschicht. Um die Fahrwerkschächte zu schützen, habe ich sie mit einem feuchten Papiertaschentuch ausgelegt. Vorne kam ein Flansch zum Einsatz, mit dem ich den Flieger sicher in meiner Airbrush-Halterung befestigen kann.
Gerade bei einer Airbrush-Lackierung ist die Handhabung des Modells entscheidend. Nur wenn das Flugzeug stabil gehalten wird, lassen sich saubere Farbschichten auftragen und ungewollte Tropfen oder Abdrücke vermeiden. Ein sicherer Halt ist hier das A und O für ein sauberes Ergebnis.




































